Aktionsbündnis Diakonie, Polizei, Stadt Geldern und Karnevalisten: Kein Alkohol unter 16 Jahren
GELDERN. Rechtzeitig vor der heißen Phase des Karnevals hat sich in Geldern eine Allianz gegen den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen gebildet. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung der Diakonie, das Ordnungsamt und das Jugendamt der Stadt Geldern, die Polizeiinspektion Süd in Geldern und die Karnevalisten der KKG Geldern starteten gemeinsam die Aktion „Kein Alkohol unter 16 – Geldern macht mit!“
 Der Karneval genießt einen hohen kulturellen und sozialen Stellenwert. Die ausgelassene Stimmung in den närrischen Tagen darf jedoch nicht zu Leichtsinn und verantwortungslosem Verhalten führen. Daher kommt dem Kinder- und Jugendschutz während der Karnevalszeit eine besondere Bedeutung zu.
Stephan Gnoß von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Diakonie: „Die Zahl der Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten, ist in den letzten zwei Jahren nochmals gestiegen und liegt jetzt bei 4500 Personen. Dies ist eine erschreckende Zahl. Zudem wissen viele Eltern nicht, dass Alkoholkonsum in dieser Altersgruppe sehr schnell lebensbedrohliche Folgen haben kann.“
 Dabei ist die Gesetzeslage eindeutig, wie Helmut Holla, Leiter des Amtes für Jugend, Schule und Sport der Stadt Geldern erläutert: „Erst Personen über 16 Jahre dürfen Bier, Wein, Sekt oder Biermixgetränke zu sich nehmen. Spirituosen, wie Schnäpse und Liköre und auch die mit Branntwein versetzten Alkopops, sind erst ab 18 erlaubt.“
Das Ordnungsamt der Stadt Geldern weist in diesen Tagen besonders auf die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften hin. Hans Bollen, Abteilungsleiter im Gelderner Ordnungsamt: „Wir werden an den Karnevalstagen auch kontrollieren, ob Erwachsene Alkohol an Kinder weitergeben. Dies hat unter Umständen sogar strafrechtliche Konsequenzen.“